www - Kinder im Netz
89 % aller Familien haben einen Computer, 81 % haben Internetzugang. 17% aller Kinder und Jugendlichen haben ihren eigenen Computer. 24 % aller Kinder sitzen (fast) jeden Tag am PC. 44% aller Kinder und Jugendlichen nutzen ihn ein-/mehrmals pro Woche.
Dabei chatten nur 4% unter Betreuung ihrer Eltern. 18% geben an alleine zu surfen, und 21 % beantworten alleine ihre Emails.
(KIM Studie 2006, Befragung von 6-13jährigen Mädchen und Jungen).
Der Computer mit Internetzugang hat in den vergangenen Jahren an ungeheurer Attraktivität gewonnen. Medienpädagogen gehen davon aus, dass er in den nächsten Jahren den Fernseher in seiner Vorreiterrolle ablösen wird.
Nicht jedem Elternteil ist die Liebe ihres Kindes zum Computer recht: Bergen sich nicht zu viele Gefahren dahinter? Wie kann ich mein Kind schützen? Ist er überhaupt eine sinnvolle Freizeitgestaltung? Das sind oft gestellte Fragen.
Dabei bietet das Internet den Kindern viele Möglichkeiten:
- Informationen in allen Wissensgebieten,
- Informationen zu allen Hobbys,
- Online-Spiele,
- Tipps zum Lernen und Lernprogramme,
- Email-Freundschaften auf der ganzen Welt,
- Erweiterung der Sprachkenntnisse durch z.B. englischsprachige Zeitungen und Webseiten.
Wichtigste Vorraussetzung um den Kindern einen kompetenten Umgang mit dem Computer zu vermitteln ist das eigene Know-how der Eltern.
Aber was bedeutet eigentliche kompetenter Umgang oder besser noch Medienkompetenz?
Medienkompetenz ist der selbstverantwortliche Umgang mit den Medien, wie Bücher, Zeitungen, Fernseher, Radio und auch Internet. Selbstverantwortlich, das heißt, Chancen und Risiken erkennen und dementsprechend agieren. Selbstverantwortlich heißt aber auch, sich mit den technischen Bedingungen auseinandersetzen, sie bedienen können.
Eltern, die also ihren Kindern den Blick ins Internet öffnen möchten, sollten sich zunächst selber über Risiken und Gefahren schlau machen. Sie müssen es dann unbedingt wagen mit ihrem Kind über Pornographie und gewaltverherrlichende Darstellungen zu reden. Denn für Kinder ist es wichtig, Worte zu diesen Themen zu finden. - Und begründete Verbote können sie später besser akzeptieren.
Es gibt einige Möglichkeiten, wie Eltern den Start ihrer Kinder ins Internet vorbereiten können:
- Eine Suchmaschine für Kinder als Startseite installieren,
- ein Email-Account für Sohn oder Tochter einrichten,
- dem Kind eine feste Linkliste mit ausgewählten Internetadressen bereitstellen,
- feste Surfregeln vereinbaren,
- und feste Surfzeiten ausmachen.
Darüberhinaus gibt es Filter, die den Zugriff zu Seiten mit bestimmten Schlagworten verweigern. Empfohlen wird hier „windows live family safety“. Aber jeder noch so gute Filter ersetzt nicht die persönliche Begleitung durch die Eltern.
Die beste Einweisung ins Internet bekommen Kinder, wenn sie gemeinsam mit ihren Eltern surfen und nach Interessantem und Wissenswerten forschen. Dabei können sie ihre Lieblingsseiten per Link festhalten, Kindernachrichten lesen, gemeinsam einen Emailaccount - am besten nicht mit dem realen Namen, sondern mit einem Nicknamen - oder sogar ein Blog einrichten, in dem das Kind seine eigenen Texte veröffentlichen kann. Denn auch diese Fähigkeiten machen Medienkompetenz aus: Sich Wissen über den technischen Hintergrund im Netz aneignen.
Mit zunehmenden sicheren Umgang sollten Eltern ihren Kindern Freiraum geben. Mutter und Vater müssen nicht die Emails kontrollieren, über die Sohn oder Tochter mit Freund oder Freundin kommunizieren. Sie bekommen auch nicht jedes Gespräch unter den Gleichaltrigen mit.
Allerdings ist es wertvoll, wenn sie mit ihren Kindern darüber reden, wo diese gerade surfen. Beim Chatten sollten sie die Vereinbarung treffen, dass wann immer die Situation bedrohlich erscheint, Unbekannte versuchen Kontakt aufzunehmen oder sogar ein Treffen vereinbaren wollen, sie Vater oder Mutter um Hilfe bitten. Kindern muss in solchen Situationen noch der Rücken gestärkt werden. Ihnen ist noch nicht bewusst, dass man Kontakte abbrechen darf.
Sehr beliebt bei den Schülern ist SchülerVZ. Oft ist es ihr erster Wunsch hier angemeldet zu sein, schließlich ist auch der Rest der Klasse dort. Allerdings ist SchülerVZ nicht ganz unproblematisch. In den letzten Monaten sind öfters Fälle von Cyberbullying öffentlich geworden, Schüler wurden systematisch von anderen gemobbt, ungeeignete Inhalte (Pornographie, rechtesextremistische Propaganda) oder Aufrufe zu selbstverletztenden Verhalten wurden gefunden.
Schüler und Schülerinnen haben oft noch keine Gefühl für die Gefahr, die mit ihren persönlichen Angaben verbunden sind. Ihnen ist nicht klar, dass jeder ihre gesamte Kommunikation verfolgen kann, sofern sie ihren „Privat-Modus“ nicht nutzen. Sie benötigen oft die Aufklärung darüber, dass sie keine persönlichen Daten preis geben sollten und nur Fotos einstellen auf denen sie nicht eindeutig zu erkennen sind.
Hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Surfregeln für Kinder:
- Gib keine persönlichen Informationen über dich weiter, d.h., keinen Vor- oder Nachnamen, keinen Wohnort, keine Telefonnummern und auch nicht dein Alter.
- Benutze nur einen Nicknamen.
- Behalte deine Passwörter für dich. Ändere sie ab und zu, um sicher zu bleiben.
- Erzähl deinen Eltern, was du machst, wenn du alleine ins Internet gehst.
- Mach nicht mit, wenn andere mit Adressen von Sex- und Gewaltseiten prahlen.
- Sei freundlich zu allen anderen Menschen, die du im Internet triffst.
- Triff dich nicht mit Freunden, die du aus dem Internet kennen lernst.
- Frag deine Eltern, bevor du etwas aus dem Internet überspielst, kaufst oder an Spielen teilnimmst.
Weitere, gute Surfregeln gibt es unter www.gewalt-sehen-helfen.de von Beate Schöning (Netkids e.V.)
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend empfiehlt folgende Surfzeiten für Kinder:
Für Kinder bis drei Jahre: Kinder in diesem Alter ahmen vor allem das Verhalten ihrer Eltern nach. Ihr Interesse am Computer besteht vor allem darin, ein wenig auf den Tasten zu drücken. 5-10 Minuten sind für dieses Spiel vollkommen ausreichend.
Für Kinder zwischen 4 und 6 Jahre: Kinder in diesem Alter haben durchaus schon die Fähigkeit am Computer Lernprogramme und andere Spiele zu spielen. Ihnen können Eltern ca. 30 Minuten täglich vor dem Computer zu gestehen.
Für Kinder zwischen 7 und 11 Jahre: Ihr Interesse am Internet steigt zunehmend. Leicht dauert eine Surfsession gemeinsam mit Freund oder Freundin einen ganzen Nachmittag. Empfohlen wird für diese Altersstufe maximal 60 Minuten täglich. Manchmal ist es praktikabler den Kindern ein Zeitguthaben von 8 Stunden in der Woche einzuräumen. Die Zeit kann dann in Form von Gutscheinen nach Lust und Laune bei den Eltern eingelöst werden. Allerdings sollte immer auch die Zeit vor dem Fernseher berücksichtigt werden.
Jugendliche ab 12 Jahre: Jugendliche in diesem Alter verbringen manches mal ganze Nachmittage in Spielwelten. Eltern sollten hier immer das ganze Lebensumfeld ihres großen Kindes berücksichtigen. Kommt er/sie seinen/ihren Hausaufgaben nach? Hat er/sie Kontakte zu andere Jugendlichen? Hat er/sie noch andere Interessen?
Surfen im Netz ist bereichernd, kann das Wissensspektrum erweitern und dient der ganz persönlichen Unterhaltung. Drum zu guter Letzt noch ein paar ausgewählte, gute Links für Kinder und Eltern:
Suchmaschinen für Kinder:
www.fragfinn.de
www.blinde-kuh.de
www.milkmoon.de
Online Zeitungen und Nachrichten für Kinder:
www.nachrichtenfuerkinder.de
www.sowieso.de
www.geo.de/GEOlino/
Wissenswertes für Kinder:
www.regierenkapieren.de
www.seitenstark.de
www.kidsville.de
www.internet-abc.de
www.labbe.de











Buy:Prevacid.Nexium.Synthroid.100% Pure Okinawan Coral Calcium.Valtrex.Arimidex.Actos.Mega Hoodia.Zovirax.Zyban.Human Growth Hormone.Prednisolone.Petcam (Metacam) Oral Suspension.Accutane.Retin-A.Lumigan….
Leave your response!